Glastechnik Berlin. Glas, Duschen, Nischenduschen, Eckduschen, Rundduschen, Glasveredelung, Wandspiegel, Badspiegel, Glasduschen, Ganzglasanlagen, Ätz- und Sandstrahlarbeiten.

Einfachglas

Flachglas
Planes Glas wird heute im Wesentlichen mit zwei Verfahren hergestellt: das klar durchsichtiges Spiegelglas im Floatglasverfahren und das undurchsichtige Gussglas im Walzverfahren. Beide Hauptarten des Flachglases werden in verschiedenen Verfahren zu Funktionsgläsern weiterverarbeitet und miteinander kombiniert. Als drittes Verfahren mit geringerer Bedeutung kommt das Ziehverfahren (Fourcault-Verfahren) zum Einsatz, bei dem Tafelglas (Fensterglas) erzeugt wird.

Erhältliche Floatglasdicken sind: 2,3,4,5,6,8,10,12,15 und 19 mm andere Glasdicken auf Anfrage.

Floatglas kann man in den Farben Parsol Grün, Grau oder Blau und in ihren Tönungen erhalten. Als Weissglas wird es in Museen, um die Sicht der Ausstellungsstücke nicht zu beeinflussen, verwendet. Es ist auch als Reflexionsarmes oder UV filterndes Glas zu haben.

Floatglas
Floatglas (früher Spiegelglas) ist ein planes durchsichtiges Kalknatronglas. Die moderne Floatglasherstellung hat zwischenzeitlich praktisch alle früheren Produktionsverfahren für Flachglas abgelöst. Der Name „Float“ bezeichnet das eigentliche Herstellungsprinzip. Zur Herstellung werden die Rohstoffe als Gemenge im Schmelzofen bei einer Temperatur von 1500 °C geschmolzen. Die Glasschmelze wird unter einer Schutzgasatmosphäre über einen schmalen Kanal auf ein flüssiges, ebenes Zinnbad geleitet. Die Temperatur der Schmelze beträgt beim Eintritt ins Zinnbad (Floatbad) etwa 1000 °C. Die leichtere Schmelze schwimmt (floatet) auf der Oberfläche des flüssigen Metalls und breitet sich aus. In Folge der Oberflächenspannung der Glasschmelze und der planen Oberfläche des Zinnbades, bildet sich auf natürliche Weise ein absolut planparalleles Glasband. Über die Geschwindigkeit der Rollen im Kühlbereich wird die Dicke des Glases eingestellt. Bei der Herstellung von dünneren Gläsern (bis ca. 2 mm Dicke) wird eine höhere Geschwindigkeit der Rollen gefahren, bei dickeren Gläsern wird diese vermindert (bis theoretisch ca. 35 mm Dicke möglich). Im Kühlkanal auf der anschließenden Transportstrecke kühlt das Glas von ca. 600 °C bis auf Raumtemperatur ab. Nach dem Abkühlen wird das Glasband mittels Laser auf Fehler kontrolliert und zu Glastafeln geschnitten. In modernen Anlagen können täglich bis zu 6 t Glas in Dicken von 2 bis 19 mm und maximalen Bandmaßen von 320 cm x 600 cm gefertigt werden. Floatglas ist das Basisprodukt für die Weiterverarbeitung zu vorgespannten Gläsern (ESG, TVG), Verbundgläsern und Isoliergläsern.

Floatglasverfahren

Gussglas
Bei der Herstellung von Gussglas wird die Glasschmelze entweder diskontinuierlich auf eine Platte gegossen und ausgewalzt oder nach kontinuierlichem Auslaufen aus einer Schmelzwanne zwischen Walzen geformt, z. B. Profilglas. Der Walzprozess führt zu einer rauen Oberfläche des Glases, die eine geringere Festigkeit im Vergleich zum Floatglas zur Folge hat. Gussglas ist lichtdurchlässig, jedoch undurchsichtig. Das charakteristische Merkmal aller Gussgläser ist die mehr oder weniger ausgeprägte Ornamentierung der Oberfläche. Diese Ornamentierung kann ein- aber auch beidseitig sein und wird durch Walzen mit ornamentierten Oberflächen auf das Glas übertragen. Bei der Herstellung von Drahtglas wird eine Drahteinlage in die Schmelze eingewalzt. Das Drahtnetz dient nicht als Bewehrung des Glases um die Tragfähigkeit zu erhöhen, im Gegenteil die Zugfestigkeit wird noch verringert. Das Drahtnetz hat nur die Aufgabe, die Glassplitter bei einer mechanischen Zerstörung der Scheibe zusammenzuhalten. Da der Temperaturausdehnungskoeffizient von Glas rund 1/3 geringer ist als von Stahl ist, reagiert Drahtglas empfindlicher auf thermische Belastung als Floatglas.

Herstellungsprozess von Gussglas mit Drahteinlage.
Drahtglasverfahren

Eine Übersicht der Ornamentgläser, mit Abbildungen und Fotos finden Sie unter Ornamentglas.

Ziehglas
Darunter fallen verschiedene Methoden zur Glasherstellung mittels maschineller Einrichtungen im Ziehverfahren kontinuierlich hergestellter Tafelgläser. Der belgische Ingenieur Fourcault hat das erste Tafelglasziehverfahren entwickelt. Ein Teil des Fensterglases wird heute noch in Fourcault Anlagen hergestellt. Dies aber in der Hauptsache noch in Osteuropa oder in Entwicklungsländern. Allen gezogenen Glassorten gemein ist die durch den Ziehprozess bedingte, mehr oder weniger stark auftretende optische Unruhe, die gleichzeitig das stärkste Charakteristikum darstellt. Die Dicke des Glases wird ausschliesslich durch Veränderung der Ziehgeschwindigkeit variiert. Langsames Ziehen ergibt dickes Glas, schnelles Ziehen liefert dünnes Glas. Ziehglas ist heute weitgehend durch Floatglas ersetzt und wird nur mehr in kleinen Mengen angeboten. Das Ziehverfahren wird in Westeuropa nur noch für Dünngläser (0,2 mm - 2 mm) verwendet.

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